Zum Inhalt

Ratgeber

Die richtige Logo-Datei für Druck, Stick und Gravur

Ob ein Logo auf Poloshirt, Flasche oder Flyer sauber aussieht, entscheidet sich oft schon an der Datei. Mit einer Vektordatei stehen alle Veredelungen offen. Mit einem kleinen PNG aus der E-Mail-Signatur wird es unscharf, teurer oder beides.

Stand: 29. September 2026 · Redaktion veredel · 4 Min. Lesezeit

Zwei Kollegen prüfen einen Logo-Ausdruck neben einem bedruckten T-Shirt, einer bestickten Cap und Farbmustern.
KI-generiertes Bild

Kurz gesagt

Schicken Sie Ihr Logo als Vektordatei, am besten als SVG, EPS oder PDF mit Pfaden, und nennen Sie die Farben als Pantone- oder HKS-Wert. Liegt nur ein Pixelbild vor, lassen Sie das Logo einmal sauber vektorisieren und legen die Datei zentral ab. Für Stickerei entsteht daraus zusätzlich eine Stickdatei.

Vektor oder Pixel

Derselbe Buchstabe stark vergrößert. Die Vektorgrafik bleibt glatt, weil sie nur aus zehn Ankerpunkten und den Linien dazwischen besteht.

Ein Pixelbild (PNG, JPG) besteht aus einzelnen Bildpunkten. Vergrößert man es, werden Kanten stufig. Eine Vektorgrafik (SVG, EPS, PDF, AI) beschreibt Formen als Linien und Kurven. Sie bleibt in jeder Größe scharf, vom Kugelschreiber bis zum Banner, und lässt sich in einzelne Farben zerlegen. Genau das brauchen Siebdruck, Stick und Gravur.

Welche Dateiformate funktionieren

FormatFür die VeredelungHinweis
SVGjaVektor, offenes Format für Web und Produktion
EPSjaVektor, Klassiker in Druckereien
PDFja, wenn mit Pfaden gespeichertkann auch nur ein eingebettetes Pixelbild enthalten
AIjaVektor, Originaldatei aus Adobe Illustrator
PNGnur für DTF und Sublimation, in hoher AuflösungPixel, für Siebdruck, Stick und Gravur wird vektorisiert
JPGeher nichtPixel, ohne transparenten Hintergrund

Was ist eine EPS-Datei? EPS steht für Encapsulated PostScript, ein älteres, aber in Druckereien weit verbreitetes Format für Vektorgrafiken. Öffnen lässt es sich mit Illustrator, Affinity Designer oder Inkscape. Auch eine EPS-Datei kann ein eingebettetes Pixelbild enthalten, dann hilft sie nicht weiter.

Ob ein PDF wirklich Vektoren enthält, sehen Sie beim Hineinzoomen: Bleiben die Kanten auch bei 800 Prozent glatt, ist es ein Vektor.

Logo vektorisieren lassen

  1. Erst fragen, dann zeichnen. Die Agentur oder Person, die das Logo entworfen hat, hat fast immer die Originaldatei.
  2. Nachzeichnen lassen, wenn es kein Original gibt. Eine Grafikerin zeichnet das Logo als Vektor nach. Bei einfachen Wortmarken geht das schnell, bei feinen Details dauert es länger.
  3. Automatische Werkzeuge nur als Entwurf. Programme wie Inkscape (kostenlos) oder Online-Dienste wandeln Pixel in Pfade um. Das Ergebnis hat oft wackelige Kurven und zu viele Punkte und sollte geprüft werden.
  4. Einmal ablegen, überall nutzen. Speichern Sie die fertige Datei zentral, damit nicht jeder Standort sein eigenes PNG verschickt.

Farben: Pantone, HKS, CMYK

SystemWofürBeispiel
PantoneSonderfarben weltweit, für Siebdruck und TampondruckPantone 2593 C
HKSSonderfarben im deutschsprachigen RaumHKS 33 K
CMYKVierfarbdruck, zum Beispiel für Flyer und DTF70 / 90 / 0 / 0
RGB und HexBildschirm und Web, nicht für die Produktion#852ED6
GarnfarbeStickerei, jeder Hersteller hat eigene Nummernvom Händler zugeordnet

Nennen Sie für Ihr Logo mindestens einen Pantone- oder HKS-Wert. Dann sieht Ihr Violett auf dem Hoodie aus wie auf dem Flyer.

Was Stickerei zusätzlich braucht

Für Stickerei wird das Vektorlogo in eine Stickdatei umgesetzt, das sogenannte Punchen. Darin steht, wie viele Stiche das Motiv bekommt und in welche Richtung sie laufen. Sehr feine Linien, kleine Schrift und Farbverläufe lassen sich nur begrenzt sticken. Ihr Händler sagt, ab welcher Größe Ihr Logo sauber wird, und legt die Stickdatei einmal an. Bei jeder Nachbestellung wird sie wiederverwendet.

Nahaufnahme einer gestickten Wortmarke aus weißem Garn auf einem marineblauen Polo.
Aus dem Vektorlogo wird eine Stickdatei, die bei jeder Nachbestellung wiederverwendet wird.

Checkliste vor dem ersten Auftrag

  1. Logo als SVG, EPS oder PDF mit Pfaden.
  2. Eine einfarbige Version für Gravur und Stick, eine für dunkle Untergründe.
  3. Farbwerte als Pantone oder HKS, dazu CMYK.
  4. Schutzraum und Mindestgröße, wenn Ihr Styleguide sie nennt.
  5. Die Datei an einem Ort, auf den alle Beteiligten zugreifen.

Logos in veredel

In veredel gehören Logos Ihrer Organisation und stehen in all ihren Shops bereit. Ihr Händler bereitet daraus die Druckdaten je Produkt und Veredelung vor. Standorte können eigene Motive hochladen, bis 25 MB je Datei. Jedes neue Motiv geht erst nach Ihrer Freigabe am Korrekturabzug in Produktion. Welche Techniken zu welchem Produkt passen, zeigt der Überblick der Veredelungsarten.

Häufige Fragen

Was ist eine Vektordatei?
Eine Datei, die ein Logo als Linien und Kurven beschreibt statt als Bildpunkte. Sie bleibt in jeder Größe scharf. Übliche Formate sind SVG, EPS, PDF und AI.
Was kostet es, ein Logo zu vektorisieren?
Das hängt davon ab, wie aufwendig das Logo ist. Eine einfache Wortmarke ist schnell nachgezeichnet, ein detailreiches Wappen dauert länger. Fragen Sie zuerst Ihre Agentur nach der Originaldatei.
Was ist eine EPS-Datei?
Ein Dateiformat für Vektorgrafiken, das Druckereien seit Jahrzehnten nutzen. Sie öffnen es mit Illustrator, Affinity Designer oder dem kostenlosen Inkscape. Für neue Dateien ist SVG oder PDF oft einfacher.
Kann ich ein Logo kostenlos vektorisieren?
Ja, mit Programmen wie Inkscape oder Online-Werkzeugen. Das Ergebnis ist ein Entwurf, den Sie oder Ihr Händler vor der Produktion prüfen sollten.
Reicht ein PNG für den Druck?
Für DTF- und Sublimationsdruck kann ein PNG mit hoher Auflösung und transparentem Hintergrund reichen. Für Siebdruck, Stickerei und Gravur braucht es eine Vektordatei.
Welche Datei braucht eine Stickerei?
Eine Vektordatei, aus der der Händler eine Stickdatei anlegt. Die Stickdatei entsteht einmal je Motiv und Größe.

Ein Shop für alle Standorte, mit Ihrem Händler.

Wir zeigen Ihnen den Bestellablauf und besprechen Sortiment, Händler und Anbindungen. Die Antwort kommt per E-Mail, einen Termin buchen Sie mit der Anfrage noch nicht.

Eine Marketingleiterin prüft auf dem Tablet den Korrekturabzug für einen Hoodie und gibt ihn frei.