Kurz gesagt
Schicken Sie Ihr Logo als Vektordatei, am besten als SVG, EPS oder PDF mit Pfaden, und nennen Sie die Farben als Pantone- oder HKS-Wert. Liegt nur ein Pixelbild vor, lassen Sie das Logo einmal sauber vektorisieren und legen die Datei zentral ab. Für Stickerei entsteht daraus zusätzlich eine Stickdatei.
Vektor oder Pixel
Pixel PNG, JPG
Vektor SVG, EPS, PDF
Ein Pixelbild (PNG, JPG) besteht aus einzelnen Bildpunkten. Vergrößert man es, werden Kanten stufig. Eine Vektorgrafik (SVG, EPS, PDF, AI) beschreibt Formen als Linien und Kurven. Sie bleibt in jeder Größe scharf, vom Kugelschreiber bis zum Banner, und lässt sich in einzelne Farben zerlegen. Genau das brauchen Siebdruck, Stick und Gravur.
Welche Dateiformate funktionieren
| Format | Für die Veredelung | Hinweis |
|---|---|---|
| SVG | ja | Vektor, offenes Format für Web und Produktion |
| EPS | ja | Vektor, Klassiker in Druckereien |
| ja, wenn mit Pfaden gespeichert | kann auch nur ein eingebettetes Pixelbild enthalten | |
| AI | ja | Vektor, Originaldatei aus Adobe Illustrator |
| PNG | nur für DTF und Sublimation, in hoher Auflösung | Pixel, für Siebdruck, Stick und Gravur wird vektorisiert |
| JPG | eher nicht | Pixel, ohne transparenten Hintergrund |
Was ist eine EPS-Datei? EPS steht für Encapsulated PostScript, ein älteres, aber in Druckereien weit verbreitetes Format für Vektorgrafiken. Öffnen lässt es sich mit Illustrator, Affinity Designer oder Inkscape. Auch eine EPS-Datei kann ein eingebettetes Pixelbild enthalten, dann hilft sie nicht weiter.
Ob ein PDF wirklich Vektoren enthält, sehen Sie beim Hineinzoomen: Bleiben die Kanten auch bei 800 Prozent glatt, ist es ein Vektor.
Logo vektorisieren lassen
- Erst fragen, dann zeichnen. Die Agentur oder Person, die das Logo entworfen hat, hat fast immer die Originaldatei.
- Nachzeichnen lassen, wenn es kein Original gibt. Eine Grafikerin zeichnet das Logo als Vektor nach. Bei einfachen Wortmarken geht das schnell, bei feinen Details dauert es länger.
- Automatische Werkzeuge nur als Entwurf. Programme wie Inkscape (kostenlos) oder Online-Dienste wandeln Pixel in Pfade um. Das Ergebnis hat oft wackelige Kurven und zu viele Punkte und sollte geprüft werden.
- Einmal ablegen, überall nutzen. Speichern Sie die fertige Datei zentral, damit nicht jeder Standort sein eigenes PNG verschickt.
Farben: Pantone, HKS, CMYK
| System | Wofür | Beispiel |
|---|---|---|
| Pantone | Sonderfarben weltweit, für Siebdruck und Tampondruck | Pantone 2593 C |
| HKS | Sonderfarben im deutschsprachigen Raum | HKS 33 K |
| CMYK | Vierfarbdruck, zum Beispiel für Flyer und DTF | 70 / 90 / 0 / 0 |
| RGB und Hex | Bildschirm und Web, nicht für die Produktion | #852ED6 |
| Garnfarbe | Stickerei, jeder Hersteller hat eigene Nummern | vom Händler zugeordnet |
Nennen Sie für Ihr Logo mindestens einen Pantone- oder HKS-Wert. Dann sieht Ihr Violett auf dem Hoodie aus wie auf dem Flyer.
Was Stickerei zusätzlich braucht
Für Stickerei wird das Vektorlogo in eine Stickdatei umgesetzt, das sogenannte Punchen. Darin steht, wie viele Stiche das Motiv bekommt und in welche Richtung sie laufen. Sehr feine Linien, kleine Schrift und Farbverläufe lassen sich nur begrenzt sticken. Ihr Händler sagt, ab welcher Größe Ihr Logo sauber wird, und legt die Stickdatei einmal an. Bei jeder Nachbestellung wird sie wiederverwendet.

Checkliste vor dem ersten Auftrag
- Logo als SVG, EPS oder PDF mit Pfaden.
- Eine einfarbige Version für Gravur und Stick, eine für dunkle Untergründe.
- Farbwerte als Pantone oder HKS, dazu CMYK.
- Schutzraum und Mindestgröße, wenn Ihr Styleguide sie nennt.
- Die Datei an einem Ort, auf den alle Beteiligten zugreifen.
Logos in veredel
In veredel gehören Logos Ihrer Organisation und stehen in all ihren Shops bereit. Ihr Händler bereitet daraus die Druckdaten je Produkt und Veredelung vor. Standorte können eigene Motive hochladen, bis 25 MB je Datei. Jedes neue Motiv geht erst nach Ihrer Freigabe am Korrekturabzug in Produktion. Welche Techniken zu welchem Produkt passen, zeigt der Überblick der Veredelungsarten.

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